Sie schwitzen und sie frieren fürs Comeback 03.02.2023

Voll. Das sind die Therapiepläne von Slalom-Ass Katharina Gallhuber und Speed-Spezialist Christian Walder schon auf den ersten Blick. Physiotherapien, Lymphdrainagen, Moorpackungen, Unterwassertherapien, Massagen und natürlich Besuche in der Kältekammer stehen fix am Plan. Gemeinsam mit ÖSV-Stützpunktleiter Andreas Hochwimmer feilen die beiden am Comeback nach ihren Verletzungen. Wir haben ihnen geplaudert und beim Training über die Schulter geschaut.

Katharina, du hast einen Kreuzbandriss aus dem Trainingslager in Argentinien davongetragen im August. Heute ist der 41. Tag deiner Reha bei uns. Wie geht’s dir gerade?
Sehr gut! Ich hab‘ schon eine lange Therapiephase hinter mir und sehe auch gute Fortschritte. 

Wie schaut denn so ein typischer Reha-Tag hier für dich aus?
Als ich ganz am Anfang hergekommen bin, war natürlich alles sehr therapieorientiert. Ich war den ganzen Tag eingeteilt mit aktiven Therapien, passiven Therapien, Lymphdrainage und Unterwassertherapie. Zwischendurch immer wieder Oberkörper- und Rumpftraining. Jetzt bin ich schon wieder in einem Trainingsalltag drinnen, wo wir Vormittag und Nachmittag fix geplante Trainingseinheiten absolvieren und dazwischen hab‘ ich noch begleitend Therapien und Massagen, die auch sehr wichtig sind um die bestmögliche Regeneration zu erlangen. Apropos Regeneration – die Kältekammer ist hier mein absoluter Favorit!

Du bist aber nicht nur ein Kälte-Fan, du hast auch die Wärme unseres Thermalwassers für dich entdeckt?
Absolut. Die Unterwassertherapien waren gerade am Anfang für mich extrem wichtig. Wenn man sich mit dem Gehen schwertut, dann ist im Wasser natürlich vieles leichter – das hat mir sehr geholfen.

Wie läuft’s mit deinen Trainingseinheiten, wo stehst du, was sind die nächsten Ziele?
Momentan bin ich im Trainingsaufbau, ich hab‘ auch gestern die Freigabe fürs Langlaufen bekommen. Und Skitouren darf ich auch schon wieder bergauf gehen. Das ist für eine Skifahrerin schon sehr cool, wenn man zumindest wieder eine Art von Bretteln anschnallen darf. Bis es zum Skifahren wird, dauert’s aber noch, ich peile Ende Juni an und bis dahin liegt der Fokus auf Kraftaufbau, Mobilität, Sprungkraft, Schnelligkeit – das muss tip-top sein, damit ich mich 100 % fit fühlen kann für den Schnee.

Christian, du bist nach deiner Bandscheiben OP zur Reha bei uns – wann hattest du deine Operation?
Am 12. Dezember wurde ich operiert – die OP ist auch sehr gut verlaufen. Der Nervenschmerz war sofort weg. Aber es ist schon mühsam, die ersten sechs Wochen einfach gar nix zu tun, nicht einmal etwas heben zu dürfen. Die Hobbys sind natürlich auch alle auf Sport aufgebaut …. dann muss man halt notgedrungen mehr Netflix schauen und Nintendo spielen … 😉


Du absolvierst täglich viele verschiedene Therapien, um den Genesungsprozess zu beschleunigen – wie schaut’s denn mit deinem Training aus? 
Stimmt, die Tage sind schon sehr durchgeplant und sehr gut ausgefüllt. Meistens stehen nachmittags Therapien am Plan und vormittags trainiere ich 1-2 Stunden mit Andi. Da geht’s hauptsächlich um Aufbautraining, Ansteuerung um die Spannung im Rumpf wieder halten zu können. Wir steigern auch langsam von Woche zu Woche das Training mit den Gewichten. Ich muss aber auch sagen, es läuft alles sehr professionell und gut organisiert ab, mit kurzen Wegen. Man geht unterirdisch einfach vom Zimmer her zu den Therapien oder ins Fitness-Center und ist sofort auch wieder im Zimmer, wenn man fertig ist.

Wie schaut die weitere Strategie aus – wann möchtest du wieder auf den Brettln stehen?
Wenn die Reha ideal läuft, möchte ich Anfang März wieder mit dem Skifahren anfangen. Ziel wäre Mitte März bis Mitte April schon einen Riesentorlauf-Aufbau machen zu können!

Wir wünschen beiden Athleten alles Gute und eine schnelle Genesung!
 

Kältekammer von innen | © Alpentherme Gastein/Marktl Photography

Eiszeit.

Gerade Spitzensportler schwören auf die Kältekammer zur Regeneration. Was unsere Kältekammer mit ihren -110 Grad alles bewirkt, erfahrt ihr hier.

weiterlesen

Das könnte dich auch interessieren

intervall hypoxie hyperoxie training | © Alpentherme Gastein

Erfahrungsberichte unserer Patienten zur IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie)

16.05.2024

Höhentraining für Körper & Geist – das Zelltraining im Praxistest!
Rauf auf den Mount Everest in weniger als 1 Minute? Mit dem Hypoxie-Hyperoxie-Training (kurz: IHHT) setzen wir auf die positiven Effekte der Höhentraining-Simulation. Das Sauerstofftraining ist aber nicht nur was für Leistungssport­ler! Es kommt auch bei Long Covid, Burnout, Chronic-Fatigue-Syndrome oder Borreliose erfolgreich zum Einsatz. Wir haben zwei Patienten mit unterschiedlichen Diagnosen bei ihren Therapien begleitet – und fragen nach bei unserem Sportwissenschaftler Stefan Katstaller!

Dr. Sophie Hetzmannseder | © Alpentherme Gastein/Wolkersdorfer

Von Rückenschmerzen bis Hexenschuss – die sanften Lösungen der Manuellen Therapie

03.01.2024

Unsere neue Konsiliar-Fachärztin für Orthopädie & Traumatologie im Interview

Dr. Sophie Hetzmannseder arbeitet als Orthopädin und Unfallchirurgin in der Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie im Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach. Sie hat aber auch eine private Praxis bei uns im Gesundheitszentrum. Wir haben mit der Medizinerin über einen ihrer Schwerpunkte, der Manuellen Medizin gesprochen.