3 effektive Übungen für den Po – und worauf es beim Training wirklich ankommt 09.04.2026
Du willst deinen Po gezielt formen, stärker machen und Verletzungen vorbeugen – aber irgendwie spürst du beim Training nie richtig den Gluteus?
Keine Sorge, das liegt nicht an dir – sondern oft an der Ausführung. In diesem Artikel zeige ich dir drei meiner effektivsten Glute-Übungen inklusive Tipps, wie du sie richtig ausführst, die Spannung bewusst hältst und den maximalen Trainingseffekt erzielst. Egal ob Hip Thrust, Bulgarian Split Squat oder Romanian Deadlift – hier lernst du, wie du deinen Po trainierst.
Aber was bedeutet „Gluteus“ eigentlich genau?
Der Begriff kommt aus der Anatomie und beschreibt ganz einfach deine Gesäßmuskulatur – also deinen Po.
Sie besteht aus drei Teilen:
- Gluteus Maximus – der größte Muskel, verantwortlich für Form und Kraft
- Gluteus Medius – wichtig für Stabilität, z. B. beim Gehen oder einbeinigen Übungen
- Gluteus Minimus – unterstützt Bewegungen und Stabilität
Für dein Training bedeutet das:
Die meisten Übungen zielen vor allem auf den Gluteus Maximus ab – also den Muskel, der deinem Po seine Form gibt und bei Bewegungen wie dem Strecken der Hüfte arbeitet.
Bei meiner Arbeit im Fitness-Center sehe ich oft, dass viele zwar die „richtigen“ Übungen machen, aber nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen. Der Grund ist fast immer derselbe: Die Ausführung und das Verständnis für die Bewegung fehlen.
Deshalb zeige ich dir hier drei meiner effektivsten Übungen an unserer Smith Machine für den Glute-Fokus – und vor allem, worauf es dabei wirklich ankommt.
3 Glute-Übungen zum Nachmachen
Übung 1: Hip Thrust – maximale Spannung im oberen Punkt
Der Hip Thrust ist eine der besten Übungen, um den Gluteus gezielt zu aktivieren – wenn er richtig ausgeführt wird.
Worauf du achten solltest:
- Füße richtig positionieren
- Deine Knie bilden oben etwa einen rechten Winkel (90°)
- Hüfte „schaufeln“: Stell dir vor, du schaufelst deine Hüfte nach oben. Nicht nur hochdrücken, sondern leicht nach vorne/oben kippen
- Oben: Glutes maximal anspannen - halte den Po kurz oben, spüre die Spannung bewusst
Wenn du’s richtig machst:
Du spürst fast nur noch den Glute, nicht den unteren Rücken.
Häufiger Fehler:
Viele trainieren den Hip Thrust wie ein reines Hoch-und-Runter.
Das Problem: Der Muskel arbeitet kaum bewusst mit. Qualität schlägt hier ganz klar Gewicht.
Übung 2: Bulgarian Split Squats – gezielter Glute-Fokus statt nur Beine
Diese Übung ist technisch anspruchsvoller, aber extrem effektiv – vor allem für einseitige Kraft und Form.
Worauf du achten solltest:
- Denke vor & zurück, nicht nur hoch & runter - stell dir vor, du fährst wie auf einer Rolltreppe: leicht nach unten gehen → dann mit dem Gesäß Richtung Ferse zurück nach oben schieben.
- Oberkörper leicht nach vorne - dadurch verlagerst du den Fokus stärker auf den Gluteus.
- Druck auf der Ferse halten
Merksatz: Knie = mehr Quadrizeps, Ferse + zurück = mehr Glute.
Wenn du’s richtig machst:
Du „ziehst“ dich quasi mit dem Po nach hinten/oben – nicht einfach nur hochdrücken.
Häufiger Fehler:
Zu aufrechte Haltung oder Druck über den Vorderfuß → Ergebnis: fast nur Quadrizeps. Kleine Anpassungen machen hier einen riesigen Unterschied im Muskelgefühl.
Übung 3: Romanian Deadlift – gezieltes Training der hinteren Muskelkette
Der Romanian Deadlift ist eine der wichtigsten Übungen für die hintere Kette – wird aber sehr oft falsch ausgeführt.
Worauf es wirklich ankommt:
- Bewegung aus der Hüfte, nicht aus dem Rücken - schieb die Hüfte nach hinten, nicht einfach nach unten beugen
- Spannung halten – die ganze Zeit - deine Glutes und Hamstrings bleiben durchgehend unter Spannung
- Langsame, kontrollierte Ausführung - je langsamer du die Bewegung kontrollierst, desto effektiver wird sie
Häufiger Fehler:
Der Romanian Deadlift ist keine „Gewichtsübung“, sondern eine Technikübung mit maximalem Muskelgefühl.
Was gutes Training wirklich ausmacht
Unabhängig von der Übung gibt es ein paar Prinzipien, die oft unterschätzt werden – aber entscheidend sind:
1. Mind-Muscle-Connection
Du solltest spüren, welcher Muskel arbeitet.
Wenn du deinen Gluteus nicht aktiv wahrnimmst, wird er auch nicht optimal trainiert.
2. Kontrolle statt Ego
Mehr Gewicht ist nicht automatisch besser.
Saubere Technik und gezielte Spannung bringen dich weiter als jede zusätzliche Scheibe.
3. Zeit unter Spannung
Halte Positionen bewusst, arbeite langsam und kontrolliert.
Der Muskel wächst durch Reiz – nicht durch Geschwindigkeit.
4. Konsistenz
Diese drei Übungen, richtig ausgeführt, können bereits einen enormen Unterschied machen – wenn du sie regelmäßig trainierst.
Fazit: Effektives Glute-Training ist kein Geheimnis – aber es erfordert Präzision.
Wenn du lernst,
- deine Bewegungen zu kontrollieren
- bewusst Spannung aufzubauen
- und die Übungen technisch sauber ausführst
werden selbst einfache Übungen extrem wirkungsvoll!