Die überlieferten Anfänge des Bäderwesens im Gasteinertal (Wildbad Gastein) gehen ins 14. Jahrhundert zurück. Bad Hofgastein wurde im 19. Jahrhundert zum Kurort (beengte Platzgründe in Bad Gastein), nachdem Kaiser Franz I im Jahr 1828 die Erlaubnis zum Bau einer Pipeline von Bad Gastein nach Bad Hofgastein erteilte. Seitdem erhält Bad Hofgastein 1 Mio. Liter Thermalwasser (Elisabethquelle) aus der täglichen Gesamtschüttung von 4,5 Mio. Liter.

  • Radonhältiges Thermalwasser
  • Radonhältige Stollenluft im Gasteiner Heilstollen

Das Therapieprogramm wird vom Kurarzt gemeinsam mit dem Kurgast erstellt.

Bei allen akuten schweren Erkrankungen.
 Vorsicht ist geboten bei schwerer Herzschwäche, schwerer Lungenerkrankung, Manie, Psychose. Es gibt keine ausschließlich für Gastein geltenden Einschränkungen.

Zur Behandlung manifester Erkrankungen soll die Kurdauer erfahrungsgemäß 3-4 Wochen dauern. Bei leichteren Beschwerden und zur Vorbeugung wird häufig mit einer geringeren Zahl von Anwendungen ein guter Erfolg erzielt.

beim Hausarzt oder Facharzt

  • genug Zeit nehmen für die Anwendungen
  • die Ruhezeiten ausreichend einhalten
  • Mäßigung in allen Lebenslagen, keine Hektik
  • genügend Schlaf
  • viel trinken (Wasser, Tee)
  • intensive Hautpflege mit rückfettender Hautmilch
     

Häufig beobachtet man, dass es während des Kuraufenthaltes zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Beschwerden kommt.

Allgemeine Reaktionen können sein:

  • Schlaflosigkeit, vermehrtes Schlafbedürfnis, unruhiger Schlaf, Müdigkeit
  • Innere Unruhe, Reizbarkeit, Kopfschmerzen
  • Bauchbeschwerden wie Übelkeit, Völlegefühl, Blähungen
  • Herzklopfen, Kreislaufprobleme, Schwindel
  • Kribbeln an den Gliedern, Muskelverspannungen und Muskelkater
  • Chronische Zahnherde können akut werden
  • Bei einer Bewegungstherapie können verspannungsbedingte Beschwerden schlechter werden, auf keinen Fall aber sollen Schmerzen auftreten.
     

Ja, Schmerzen am Bewegungsapparat stellen eine typische Heilanzeige für eine Radonkur dar. Für diese Beschwerden empfiehlt sich die kombinierte Radonthermal-Bewegungstherapie.

Ja, durch die Radonanwendung kommt es vor allem zu einer Schmerzlinderung. Zusätzlich müssen natürlich die verordneten Medikamente eingenommen werden und sollte eine Osteoporosegymnastik durchgeführt werden. Auch Lymphdrainagen haben sich als sanfte Massageanwendung bewährt.

Venenerkrankungen sind bei Wärmeanwendungen meist kein Problem, wenn Sie folgendes beachten:

  • kalte Güsse vor bzw. nach Wärmeanwendungen
  • kalte Venenwickel nach Verordnung des Kurarztes
  • Kompressionsstrümpfe
  • viel gehen, Beine hochlagern
  • evtl. Venenmedikamente
  • auf alle Fälle Besprechung mit dem Kurarzt
     

Sanfte Rückenmassagen und der Besuch der Alpentherme Gastein (entradonisiertes Thermalwasser) sind auch während der Schwangerschaft / Stillzeit möglich. Andere Anwendungen nur nach Rücksprache mit dem Frauenarzt.

Da nach einem Jahr die Akutphase eines Infarktes meist abgeschlossen ist, kann eine Radontherapie wieder gemacht werden, wenn in einer Belastungsuntersuchung (Ergometrie) nach dem Infarkt etwa 100 Watt Leistung problemlos erreicht wird.
 

  • die Einstellung der Blutverdünnung sollte in Ordnung sein
  • durch die anderen Lebensumstände als zu Hause, ist eine kürzerfristige Kontrolle angezeigt
  • mechanische Therapien (Massage, Elektrotherapie) müssen wegen der Gefahr eines Blutergusses vom Kurarzt entsprechend angepasst werden
     

Bluthochdruck stellt während der Kur bei guter medikamentöser Einstellung und regelmäßiger Kontrolle kein Problem dar.

  • sollte mindestens 6 Monate her sein
  • der Blutdruck sollte gut eingestellt und kontrolliert sein
  • mögliche Ursachen für den Schlaganfall (Blutgerinsel, Vorhofflimmern) sollten behandelt sein
     

Im kurmäßigen Einsatz von Radon ist weltweit kein einziger Fall dokumentiert, der auf eine krebserregende Wirkung des Radons hinweist. In diesem Niedrigstrahlungsbereich gibt es sogar Untersuchungen (Cohen, USA), die eine gewisse Schutzwirkung von Krebs belegen.
 

  • nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Anwendungen
  • Ruhezeiten und Ruhephasen streng einhalten
  • keine großen Anstrengungen nebenher - Spazierengehen, lockeres Wandern, Radfahren ist erlaubt
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr
     

Durch die häufigen Wasseranwendungen kommt es zu einer verstärkten Austrocknung der Haut, außerdem erfolgt auf die Haut durch die Anwendungen ein starker mechanischer und thermischer Reiz. Wichtig ist regelmäßige Hautpflege mit einer rückfettenden Hautcreme/Hautmilch bis 3x täglich.
 

Die Becken in der Alpentherme Gastein sind mit Thermalwasser gefüllt, wobei Radon entzogen ist = entradonisiertes Thermalwasser.

  • nur ein hier ansässiger Kurarzt kennt und hat Erfahrung mit den radonspezifischen Eigenheiten unseres Thermalwassers
  • ein Landesgesetz schreibt die obligate Untersuchung durch einen Gasteiner Kurarzt vor
  • überdies befinden Sie sich am Kurort in einer anderen Reaktionslage als zu Hause
     

Sie sollten auf jeden Fall Ihre aktuellen Befunde zur kurärztlichen Untersuchung mitbringen, der Kurarzt muss dann gemeinsam mit Ihnen entscheiden, inwieweit Sie derzeit einer Wärmetherapie ausgesetzt werden können.
 

Ja, Neuralgien lassen sich mit Radontherapie sehr gut behandeln.

Es besteht diesbezüglich keine Gefahr.
 

Ja, Sie sollten sich bis etwa 1 Stunde nach dem Wannenbad nicht duschen, da das Heilmittel Radon auch über die Haut aufgenommen wird, und ein Teil der schmerzstillenden Wirkung von den Radonablagerungen in die Haut ausgelöst wird.
 

Im Prinzip ist es egal, wann Sie zur Kur kommen. Viele Kurgäste kommen gerne im Herbst, um in der bevorstehenden kalten Jahreszeit mit ihren verstärkt rheumatischen Beschwerden besser zurecht zu kommen.
 

Durch die Höhenlage herrscht in Gastein ein Reizklima, das empfindlichen Personen manchmal kurzfristig zu schaffen machen kann. Die besonderen klimatischen Faktoren machen aber einen Teil der besonderen Wirksamkeit der Kur in Gastein aus.

Der Gasteiner Kurbereich erstreckt sich von 960 bis 1.280 m. Diese Höhenlage hat ausreichend Sauerstoff und ist für Herzkranke nicht im geringsten gefährlich. Ganz im Gegenteil wird bei dieser Höhe die Sauerstoffbindefähigkeit des Blutes angeregt, es steht Ihnen also mehr Sauerstoff im Blut zur Verfügung. Diesen Effekt nützt man z. B. auch im Höhentraining bei Sportlern.